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Stickfuß

Schüler

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Registrierungsdatum: 31. Juli 2016

Wohnort: Land Brandenburg

Hobbys: Nähen und sticken

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1

Donnerstag, 26. Juli 2018, 17:13

Nähen lernen – ein langer Weg - Oder der etwas andere Nähkurs 1-2/40

Hallo an unsere Näheinsteiger

Wie Ihr unschwer erkennen könnt, gibt es im Netz unzählige Filmchen darüber, was man wie, für sich und andere nähen kann. Sie sind oft inhaltlich gut strukturiert,
funktionieren aber meist nach dem Motto schnell gesehen und noch schneller vergessen – Erst recht, wenn Ihr die vorgestellten Artikel nicht selbst nach genäht habt.
Die Anfertigung komplexer und hochwertige Kleidungsstücke wird eher seltener und auch nur von Profis dargestellt. Ganz sicher kann ich niemandem etwas neues darüber
erzählen, wie man was näht, wie der Weg zur erfolgreichen Näher/rin aussehen kann, schon eher, denn mit ein paar Videos ist es nicht getan, Theorie ist wichtig, doch nähen
lernt man nur durch nähen. Auch mit den Büchern ist das so eine Sache. Ihr Umfang ist meist sehr schmal, auf einen bestimmten Arbeitsumfang mit den entsprechenden
Zielgruppen ausgerichtet. Hochwertige Bücher von guten Fachleuten kosten berechtigter Weise ihr Geld. Das zu seinem Lerntypus passende Lernmedium zu finden, gleicht bei
der schier grenzenlosen Auswahl an Buch- und Videotiteln dem Suchen nach der Nadel im Heuhaufen. Alle diese Lernmaterialien nützen nichts, wenn man keinen Plan hat und
nicht die nötigen Eigenschaften wie Disziplin, Ausdauer und Zielstrebigkeit mit bringt.

Schauen wir einmal nach, was die orthodoxe Schneiderlehre für ihre „Reisenden“ am Anfang empfiehlt: „Du sollst als erstes kümmern dich um deinen Arbeitsplatz.“
Hier gehen also gleich am Anfang die Welten zwischen Hobby- und Profischneiderei auseinander. Während die Profis genau wissen was sie wollen, in ihren Läden selbst auf engstem
Raum ihre Dienstleistungen realisieren können, haben es Hobbynäher deutlich schwerer. Denn wie groß das Hobby aufgezogen werden kann, hängt zu aller erst vom zur Verfügung
stehenden Platz ab. Es scheint wie eine riesige Baustelle, bei der man nicht weiß, wo man anfangen soll. Glücklich sind all jene, die wenigstens einen kleinen Raum unterm Dach
oder im Keller haben. Zudem gilt es immer wieder Teufelskreisläufe zu durchbrechen: Wie soll ich einschätzen, was ich wann brauchen werde, wenn ich mit allem noch am Anfang stehe?
Ein großer Arbeitstisch, der mindestens so breit ist, wie die nach vorn gestreckten Arme bei vorgebeugtem Oberkörper lang sind, und die doppelte Breite als Länge kann schon als feste
Größe angesehen werden. Das riecht ganz nach Baumarkt. Für sehr beengte Verhältnisse würde ich, wenn auch sehr teuer, echte Nähmöbel empfehlen, weil diese auch ein material- und
Werkzeug bezogenes Ordnungssystem mitbringen. Man kann mit ihnen auf wenig Fläche/Raum viel verstauen und findet alles vergleichsweise schnell wieder. Ansonsten handelt man sich
schnell eine unliebsame Messiecke ein, die unkalkulierbare Reaktionen des Partners hervorrufen können. Wie im wahren Leben ist es hier auch: Nicht die fachlichen Probleme in Bezug auf
das Nähen stellen Euer Hauptproblemfeld dar. Es sind die kleinen, alltäglichen, manchmal boshaft ausartenden Dinge, die Ihr managen müsst. Wenn die Maschine etwas lauter ist, als es der
Partner mit einem Feierabendbier aushält, dann müsst Ihr rechtzeitig mehr Bier ranschaffen. Na ja, oder so… Die Einteilung von Kraft, Geld und Nerven stellt allein schon hohe Ansprüche.
Rechnet immer damit, dass es nicht bei einer Maschine bleibt, eine Overlock ist meist nicht weit. Meist folgt auch nach wenigen Jahren schon eine höhere Version der vorhandenen
Nähmaschine oder gleich eine „viel“ bessere. Rechnet immer mit der Gier der Phantasie. Daran ist nicht unbedingt die Werbung allein schuld. Das Unterbewusstsein merkt sich auch
Zeiten des Mangels aus der Kindheit. Wenn sich im Erwachsenenalter die Gelegenheit bietet, den Entzugsschmerz von damals zu kompensieren, Genugtuung zu erlangen, brechen mitunter
alle Dämme. Ich habe schon des öfteren Maschinenanschaffungen beobachtet, die jenseits einer vernünftigen Ökonomie in Bezug auf das Familieneinkommen standen. Das ist nicht nur bei
Autos so. Also, rechtzeitig ans sparen denken – Weniger Bier für den Partner… Die Frage nach der richtigen Maschine wird immer und immer wieder gestellt und kann nie treffend beantwortet
werden, weil sich dies immer nach dem Qualikationsstand ders Näherins, den zu erwartenden Projekten, den Komfortwünschen und dem Geldbeutel richtet. Fangt mit einer einfachen,
preiswerten Maschine an, wenn Ihr Euch entsprechend weiter entwickelt, wird es längst nicht die Letzte sein.
Die Beleuchtung ist bei allen Arbeitsschritten ein riesiges Thema, nicht nur an der Maschine. Auch Zuschneiden, eventuelle Anproben, alles braucht ordentliches Licht. Die Qualität des
Nähgutes und Eure Augen werden es Euch danken. Mit Blick auf die Stromkosten sind aktuelle Leuchtmittel angesagt. Das bereichsweise Zuschalten von Lampen macht Sinn. Mit einer
Stadionbeleuchtung im Zimmer hält man's auf Dauer auch nicht lange aus. Man muss auch hier wieder seine Bedürfnisse analysieren. Manch einem reicht das Licht der Nähmaschine und
eine kleine Tischleuchte. Ein anderer wünscht sich mehrere Halogenstrahler, um nebenbei gleich mal ein „Sonnenbad“ zu nehmen. Erwähnenswert ist das deshalb, weil auch im
Beleuchtungsbereich die Kostenspanne erheblich sein kann. Jedenfalls, einen guten Heimwerker zu Hause zu haben, kann nicht schaden.
Nähern wir uns einem Bereich, der dem Nähen zugewandter ist, dem Bügeln. Leider gibt es hier für meinen Geschmack eine nicht ausreichende Auswahl an Bügelgeräten/-helfer.
Das Standardbügelbrett mit Dampfbügeleisen ist für das allgemeine Wäscheaufkommen gut geeignet, für die Arbeit am Tisch eher nicht. Hier sind häufig Nähte auseinander zu bügeln,
mitunter Kragenspitzen und andere Kleinteile in Form zu bringen. Dazu braucht man nicht unbedingt die fette Dampfe. Ein trockenes, kleines Eisen mit einer guten Spitze, auf einer
kleinen Fläche (Ärmelbrett mit einer Leiste verlängert) leistet hier viel bessere Dienste, genauso wie speziell zugeschnittene Holzteile, die man in schwer zugänglichen Nähbereichen
einschieben kann. Großes Bügelbrett und Dampfe helfen Euch z.B. beim Ausbügeln fertiger Kleidungsstücke oder vor Nähbeginn, wenn Ihr neu erworbenen Stoff nicht unbedingt waschen
wollt. Vor dem Zuschnitt einmal kräftig über bügeln (Temperaturbereich beachten) hat einen ähnlichen Effekt in Bezug auf Einlaufschutz, wie waschen. Es macht Sinn, sich gerade am
Anfang mit diesem Thema zu befassen, Händlerofferten zu prüfen. Auch die Bügelstrecke ist genauso wichtig wie die Nähstrecke, Ihr solltet ihr also genauso viel Aufmerksamkeit widmen,
es sei denn, Ihr rennt gern wie Ökofreaks mit knittrigem Leinen durch die Gegend.
Zum Abschluss möchte ich Euch noch ein Buch vorstellen (Abb. 1), das Abschnittsweise in Bezug auf Verständlichkeit zumindest für Einsteiger eher in die Kategorie Katastrophe gehört,
aber es hat etwas sehr wichtiges:
Sein Inhaltsverzeichnis. Es stellt sozusagen den praktischen Fahrplan für alle Nählerner dar. Wenn Ihr zu den Abschnitten, die Nähtechniken behandeln, eine passende Übung näht
(Video bei You tube), seit ihr am Ende nähtechnisch richtig gut drauf. All das setzt natürlich voraus, dass Ihr in der Lage seid, Euch selbst Wissen anzueignen. Wenn Ihr dazu eine ganz
einfache Nähmaschine habt und Eure Übungen mit dünnem, festem Baumwollstoff absolviert, kommt Ihr das erste Jahr ganz locker mit dieser Maschine hin. Oma hat meist soviel Bettwäsche,
dass sie eine ganze Kompanie damit ausstatten könnte. Vielleicht solltet Ihr, ihr beim Platz schaffen helfen… Und nicht vergessen: Immer etwas Treibstoff bereit halten: Kaffee, Vitamine, Spinat…
etwas, das Euren Motor am laufen hält (Abb. 5). Und außerdem, einen Schwitzkasten für den inneren Schweinehund, der dauernd „Mitleid“ mit Euch hat und Euch sagt, dass man dies, oder das,
oder jenes nicht braucht, oder dass mach auch alles später machen kann.

Für Eure erste praktische Übung sucht Ihr Euch am besten ein Video auf YouTube, in dem Euch eine freundliche junge Dame zeigt, wie man einen Geschenkbeutel, Adventskalenderbeutel,
Duftsäckchen oder ähnliches näht. Näht dieses Teil ganz einfach nach, denn… Nähen lernt man nur durch Nähen. Wiederholt diese Übung, falls Ihr mit der Qualität nicht zufrieden seid.
Versucht nicht dauernd etwas nicht zu tun, in dem Ihr Euch sagt: „Na das kenne ich doch schon, das weiß ich doch alles.“ Ihr werdet schon sehen, dass man mit einer Übung nicht immer
auskommt. Erst eine Übung, die vom ersten bis zum letzten Stich gut aussieht, ist eine wirklich gute Übung. Wenn Euch diese junge Dame ihr Video in plärrender, hüpfender oder sonst
wie hirnrissiger Weise ankündigt, solltet Ihr schnell einen anderen Film wählen. Die Auswahl ist riesig groß. Ihr braucht Eure Nerven noch für später. Und wenn Ihr schon beim Videogucken
seid, sucht auch gleich den Nähmaschinenfilm aus der Sendung mit der Maus. In die Suche eingeben: „Das Geheimis der Nähmaschine“ 6,39min. lang, erscheint in der Suchliste ganz oben.
Dieses Filmchen gehört zum grundlegenden Allgemeinwissen für Hobbyschneider, jeder Modedesigner kennt ihn auch, denn es gibt kaum ein Lehrmittel, das die Funktion der Nähmaschine
besser erklärt. Wer schon etwas länger näht aber immer mal Probleme mit dem Faden oder anderes hat, dem seien die Videos von walterlunzer.com empfohlen – Ein Designer, der sich auch
um die Belange von Näheinsteiger kümmert.

So, das war für's Erste 'ne Menge Holz, das ich Euch aufgetragen habe. Viel Spaß beim Grübeln, Gucken und Nähen. Wenn Ihr wollt, machen wir im nächsten Teil weiter. Ich sehe mich keinesfalls
als Nählehrer, sondern eher als strategische Begleitung für Selbstlerner. Wie Euer Weg aussieht und wie weit Ihr gehen wollt, entscheidet Ihr selbst.
Macht's gut, Stickfuß.

Abb. 1: Die neue Nähschule von Burda Style (14.99€) Bassermannverlag.
Abb. 2: Bügeleisen mit Bügelbrett,
Abb. 3: Übersicht Werkzeuge
Abb. 4: Am Anfang reicht diese.
Abb. 5: Treibstoffe
»Stickfuß« hat folgende Bilder angehängt:
  • P1010701.jpg
  • P1010702.jpg
  • P1010698.jpg
  • P1010699.jpg
  • P1010697.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Stickfuß« (9. August 2018, 13:33)


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2

Donnerstag, 9. August 2018, 13:40

Hallo zum 2. Teil

Beginnen muss Ich gleich einmal mit einem Nachtrag zur vorherigen Lektion. Dabei geht es um die Fachbegriffe, die Ihr von Anfang an erkunden müsst. Für diese Fachbegriffe gibt es sogenannte Glossare. Selbst dieses Forum hat so etwas. Wer die Fachbegriffe des Nähens kennt, sie übersetzen kann, lernt in Windeseile die von ihnen getragenen Zusammenhänge. Nehmen wir den Begriff „Verstürzen“: In ihm sind gleich drei Arbeitsschritte integriert. 1. Zwei Stoffteile rechts auf rechts aufeinander nähen, dabei eine kleine Öffnung zum Wenden lassen. 2. Nahtzugaben zurückschneiden, 3. Stoffteile durch die Öffnung wenden. Ach ja, Nähen und Nähen ist nicht das Gleiche, oder dasselbe? Was Ihr von Hand näht, ist Nähen, was Ihr mit der Maschine macht, nennt sich Steppen. Ihr könnt selbst entscheiden, ob Ihr das philosophisch vertiefen wollt. Es macht in jedem Fall Sinn, sich mit den Fachbegriffen auseinander zu setzen.
Gegenstand der heutigen Lektion ist der ganze Kleinkram, auch Nähzubehör oder Kurzwaren genannt. Also Kleinmaterialien wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Nadeln, Kreide, Garne usw. (Ich spare mir ein Bild dazu) Man kann dazu wieder Bücher empfehlen, die zeigen meist nur wenige Beispiele und die oft aus alter Zeit. Ich finde eine andere Variante, nämlich das Schmökern bei den Händlern viel besser. Erstens gibt es da eine gut strukturierte Übersicht und zweitens eine kurze und knappe Beschreibung dafür, was man mit den jeweiligen Artikeln alles anstellen kann. Zudem lernt Ihr auch mal gleich die Preise kennen. Schneiderbedarf Tappert z.B. ist für Selbstlerner wie geschaffen. Keine Bange, ich bin mit denen nicht verbandelt und habe da noch nie etwas eingekauft. Sie sind mir lediglich, stellvertretend für einige andere auch, bei meinen Streifzügen positiv aufgefallen.
Tappert-Kurzwaren.de Wenn Ihr bei den Händlern auf Streife geht, könnt Ihr Euch gleich mal eine Link-Liste für später, wenn Ihr tatsächlich einkaufen wollt, anlegen. Diese Streifzüge solltet Ihr von Zeit zu Zeit immer mal wiederholen. Erstens mal gibt’s da eine riesige Anzahl von Artikeln und zweitens erkennt man den Sinn mancher Artikel oft erst, wenn entsprechende Projekte anstehen.
Ein weiteres großes Kapitel sind Stoffe (allgemein) und Futterstoffe. Die Beschäftigung damit ist praktisch ein Dauerthema. Hier empfehle ich Euch den Service von Stoffe.de, wo es auch viele Erklärungen zu den Stoffen gibt. Da könnt Ihr Stoffmuster bestellen, um was in der Hand zu haben und vergleichen zu können. Ohne eine weitere Bestellung kostet das zwar ein wenig, Ihr bekommt da aber einen Gutschein drüber, den Ihr bei der nächsten Bestellung einlösen könnt. Die orthodoxe Schneiderei empfiehlt uns heute auch, uns mit dem Maßnehmen zu beschäftigen. Darum werden wir uns kümmern, wenn das erste Kleidungsstück ansteht.
Bei Eurer heutigen praktischen Aufgabe geht es um die Fertigung von Anhängern und Gürtelschlaufen und das Verstürzen. Natürlich solltet Ihr bei der Gelegenheit den Anänger mit einem Herzchen oder Topflappen ergänzen, na ja, oder auch umgekehrt. Da bekommt Ihr es schon mal mit der ersten Einlage zu tun. Eure Topflappen sollen Eure Hände schützen und das Herz kommt mit Polsterung besser. Auf You tube findet Ihr wieder eine riesige Auswahl an Videos dazu. Ich könnt's nicht besser machen, also schaut Euch wieder bei den jungen Damen um und näht nach, was sie Euch zeigen. Wenn Ihr Euch auf die Patchworkvariante einlasst (Flächen auf viele Quadrate bzw. Flicken aufgeteilt), lernt Ihr gleich noch ein bisschen nähen.
Bild 1 zeigt Euch Schrägbandfertigung unter zwei großen Nadeln. Erst die beiden Außenkanten zur Mitte umlegen und bügeln und dann noch einmal der Länge nach falten. Die verbleibende offene Seite mit einem Geradstich absteppen. Daraus wird der Aufhänger.
Bilder 2 und 3: Erst durch den Schrägbandformer ziehen und dann mit der Coverlock alternativ Zwillingsnadel absteppen. Variante taugt eher für Gürtelschlaufen. Kommt immer drauf an, was Ihr habt und machen wollt.
Bild 4 zeigt meine alte Mission Topflappen und Bild 5: Ja, auch ich habe schon mal einen Duftsack genäht. Der hat aber schon einige Geburtstage im Museumssack hinter sich. Die Erkundung von Begriffen wie Schrägband gehört auch heute wieder zu Euren Hausaufgaben. Viel Spaß dann wieder und denkt dran: Ihr seid Selbstlerner, Schweiß und Abenteuer sind in Euch.
Gruß Stickfuß
Fortlaufendes Lernen/Wiederholen: Fachbegriffe, Stoffe, Kurzwaren
»Stickfuß« hat folgende Bilder angehängt:
  • 1Unter Nadeln.jpg
  • 2Nach Schrägbandformer bügeln.jpg
  • 3Unter Coverlock.jpg
  • 4Erste Experimente.jpg
  • Duftsäckchen.jpg

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