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Nutzstich

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Freitag, 26. Juli 2013, 11:45

Selbstgemachtes verkaufen

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mal wissen, wie das mit dem Verkauf von Selbstgemachtem aussieht. Ich stoße ja immer mal wieder bei Ebay, Dawanda oder auf Flohmärkten auf Leute die ihre genähten, gebastelten, gestempelten Werke verkaufen.
Wie funktioniert das...rechtlich/steuermäßig...?
Muss man sich da selbstständig machen? Braucht man eine Genehmigung? Was muss man beachten? Wieviel darf man verdienen?
Ich wäre wirklich sehr froh darüber, wenn das mal jemand einfach erklären könnte.
Gilt das als Nebenjob und muss das beim Arbeitgeber genehmigt werden?
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Viele Grüße
Nutzstich

KonstantinM

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2

Montag, 29. Juli 2013, 10:36

Hallo Nutzstich,

sobald du eine Gewinnabsicht hast und das regelmäßig machst, musst du ein Gewerbe dafür anmelden und deine Gewinne versteuern. Verdienen kannst du dann soviel wie du selbst nähen und verkaufen kannst. :) Ich bin mir sicher, dass viele ihre selbstgemachten Kuscheltiere, Kissen und co. ohne Gewerbe verkaufen. Wenn das Finanzamt dahinter kommt, gibt es Ärger.

Du kannst als Kleinunternehmer starten und brauchst auf deinen Rechnungen dann zunächst keine Mehrwertsteuer auflisten (bis 17.500 Euro Umsatz pro Jahr). Wenn du ein Gewerbe anmelden möchtest, brauchst du von deinem Arbeitgeber immer eine Erlaubnis. Das geht aber schnell und solange es deine Hauptbeschäftigung nicht in irgendeiner Form negativ beeinflusst, sollte kein Arbeitgeber etwas dagegen haben. Außerdem darfst du nicht im gleichen Berufszweig tätig sein - sonst hat dein AG bestimmt etwas dagegen. :-)

Hoffe ich konnte etwas helfen.
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Nutzstich

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3

Montag, 29. Juli 2013, 11:04

Hallo Konstantin,
hm regelmäßig ist so ein schön dehnbarer Begriff ;)
Ehrlich gesagt denke ich, ich würde vielleicht 5-20 Sachen bei Ebay verkaufen im Monat. Flohmärkte und Messen wären mir zu zeitintensiv. Es ginge darum, den "Überschuss" den man aus der Laune des Nähen-Wollens produziert loszuwerden und eben vielleicht auch ein bisschen Kohle für besseres Material oder DEN Traumstoff zu bekommen.

Schade, dass man dafür eine Erlaubnis braucht. Ist nicht immer so einfach an meinen Chef ranzukommen. Mein Betrieb bedient einen gänzlich anderen Zweig ;)
Muss ich mir dann gut überlegen ob ich deswegen ein Mitarbeitergespräch einberufe ^^

Kostet es etwas ein Kleingewerbe zu haben (außer der Anmeldung)?

Ja, du hast schon geholfen ^^

KonstantinM

Administrator

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4

Dienstag, 30. Juli 2013, 10:59

Für eine Erlaubnis setzt du einfach ein Schreiben auf und lässt es vom Chef quittieren. Am Besten schreibst du auch gleich bei wie viele/wenige Stunden du wöchentlich damit verbringen möchtest. Dem Chef wird nur wichtig sein, dass du nicht Nachts (als z.B. Türsteher/in) und nicht zu viel an deinem Nebengewerbe arbeitest.

Du zahlst nur bei der Anmeldung eine Gebühr. Berücksichtige aber, dass du am Ende des Jahres eine Steuererklärung abgeben musst. Die ist aber bei einem kleinen Gewerbe nicht so kompliziert. Einfache Einnahmen-/Überschussrechnung und entsprechende Formulare vom Finanzamt ausfüllen reicht aus. Die ersten Male würde ich immer mit Steuerberater machen. Später (wenn du dir die Mühe machen willst) kannst du es vielleicht auch selbst machen.
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Perfektionist

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5

Dienstag, 30. Juli 2013, 12:45

Genauso läufts.Gut formuliert bzw informiert. :thumbup:
LG

Sandra :rolleyes:

Nutzstich

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6

Donnerstag, 1. August 2013, 08:22

Oh...hm ich glaube das ist zu viel des Guten - für die drei Sachen die ich da hätte, so einen Aufwand...
Ich habe noch nie eine Steuererklärung gemacht. Aus gutem Grunde >.<
Vielen lieben Dank für das fundierte Wissen :)

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