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Stickfuß

Schüler

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Hobbys: Nähen und sticken

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Montag, 8. Oktober 2018, 17:18

Meine neue Overlock Juki MO-4s

Ein kleiner Trauerfall ist eingetreten. Meine kleine Toyota (SLr 04) hat ihre Dienste quittiert. Eigentlich nicht ganz, funktioniert hat eigentlich nur der Fußschalter nicht mehr richtig. Nur mit Vollgas zu steppen war mir dann doch zu fett. Ihn zu ersetzen wäre eigentlich kein Problem gewesen. Was mir allerdings immer gefehlt hat, war die Rollsaumfunktion. Dazu hätte ich für sie eine zusätzliche Stichplatte anschaffen müssen um die dann zu gegebener Zeit zu tauschen. Ich fand das nicht sehr komfortabel, zumal ich wirklich schon genug Kleinkram herum zu liegen habe. Also, auf in die Maschinenrecherche…
Im Prinzip würde mir wieder eine Maschine wie die Toyota ausreichen, nur Rollsaum müsste sie integriert haben. Natürlich schaue ich zuerst bei meinem Hoflieferanten, bei Juki nach. Entzückt stelle ich fest, dass schon die „Einstiegsmaschine“ (MO-50eN alles kann, was mir vorschwebt. Der empfohlene Preis von 450,-€ erscheint mir allerdings doch etwas heftig. Also schaue ich wie üblich bei den Fachhändlern vorbei, die das Teil für 399,-€ anbieten. Beim großen Versender mit dem A gibt es allerdings noch eine Variante für 299,-€, die sich MO-4S nennt und von einem italienischen Händler geliefert wird. Lt. seiner Auskunft handelt es sich um ein baugleiches Modell mit gleichem Funktionsumfang wie die MO-50eN. Zudem lässt sich die Maschine mit einem Satz Nähfüße für 349,-€ ordern, wofür ich mich letztlich entschieden habe. Das Set würde aktuell allein knapp 54 € kosten (vorher fasst doppelt so teuer) und einzeln sind die Füße kaum bezahlbar. Ob ich sie je brauchen werde, muss sich dann eben zeigen.
Bei der Juki MO-4S oder eben auch MO-50eN handelt es sich um eine einfache Standardoverlockmaschine, die mit den 6 gängigen Stichvarianten incl. Rollsaum ausgestattet ist und zu einem ganz normalen Preis-Leistungsverhältnis zu haben ist. Die 100,-€ Preisersparnis für die italienische Variante (MO-4s) gibt es nicht umsonst. Denn nur für die Modelle in Deutschland und Österreich (Modell MO-5eN) gibt es bei Registrierung eine Zusatzgarantie von zwei Jahren. Da ich mich auf eine Garantieabwicklung mit dem Ausland nicht einlasse, habe ich faktisch eine Maschine ohne Garantie gekauft. Die Bedienungsanleitung (in deutsch zusätzlich beigelegt) fällt ebenfalls äußerst bescheiden aus, weshalb ich sie Einsteigern nicht empfehlen würde, es sei denn, man hat jemanden zur Seite, der sich bereits mit diesen Maschinen auskennt. Wäre keine deutsche Anleitung dabei gewesen, wäre das für mich auch nicht tragisch gewesen. Eine DVD liegt der MO-4S ebenfalls nicht bei, ansonsten ist der Lieferumfang bei beiden Maschinen gleich. Es gilt auch hier das Prinzip: Wer weniger bezahlt, bekommt auch weniger. Damit kann ich leben.
Die Laufkultur ist etwas besser als die der Toyota und etwas leiser scheint sie auch zu sein. Das Licht allerdings ist bei beiden gleich schlecht, oder gleich gut? Dies lässt sich durch den Tausch der Birne (E 14/15W) mit einer LED-Ausführung verbessern. Die Maschine wird bei den Händlern als Einstiegsmaschine gehandelt, was sie für mich allerdings nicht wirklich ist. Denn ihr Funktions- und Serviceumfang ist auf das beschränkt, was Profis und Kenner der Materie in der Regel tatsächlich brauchen, zumal sie auch wenig Platz beansprucht. Der Rollsaum lässt sich mit einem kleinen Hebel an der Stichplatte einstellen. Eine kleine Auffangschale für Fäden und Schnittreste wird ebenfalls mit geliefert. Links unterhalb des Stellrades fürs Differential befindet sich eine kleine herausziehbare Schublade für das mitgelieferte Kleingeröll. Das alte Zickenproblem mit dem Einfädeln ist nicht ganz vom Tisch. Overlocks nehmen es mit den Fadenwegen nach wie vor ganz genau. Wer beim Einfädeln schläft, wird unsanft geweckt. Das ist aber dennoch kein Grund für mich, ca. 700-800,-€ mehr für das Easy-Threadingsystem auszugeben. Ansonsten macht die Maschine einen hochwertigen Eindruck, meine üblichen Tests mit verschiedenen Materialien hat sie bestanden und ich freue mich, wieder ein Produkt erstanden zu haben, das zu mir passt. Die Nähfüße werde ich bei Gelegenheit testen, natürlich mit einem kleinen Bericht dazu.
Die Toyota indes habe ich wieder in ihren Karton verpackt. Wer weiß, vielleicht findet sich bald wieder ein Händler oder Hersteller, der mit einer Eintauschaktion einen satten Rabatt anbietet. Vielleicht mache ich ja doch mal einen Nähzirkus in meiner Umgebung auf, dann lässt sich die Toyota für gut 50,-€ reaktivieren, falls ich sie brauche. Ja, flexibel läuft eben...
Gruß Stickfuß

Bild 1: Maschine im Anlieferungszustand, Die Maschine befand sich in einer neutralen Umverpackung. Das Nähfußset war am Maschinenkarton angeklebt und die deutschsprachige Bedienungsanleitung gab es ebenfalls außerhalb dazu.

Bild 2: Maschine ausgepackt

Bild 3: Gehäuseteil links unten herunter geklappt, Stichbreiteneinsteller sichtbar

Bild 4: Seiten- und Frontklappe unten

Bild 5: Von rechte, Netzkabel, Stichlänge, Handrad
»Stickfuß« hat folgende Bilder angehängt:
  • 1Angeliefert.jpg
  • 2Ausgepackt.jpg
  • 3LinkeSeite.jpg
  • 4Geöffneter Fädelraum.jpg
  • 5Von rechts.jpg

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